Kein Ort für Nazis – Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in kommunalen Gremien

Rechtsextreme Parteien sind in Thüringen seit der letzten Kommunalwahl auf dem Vormarsch. So auch hier in Greiz. Unsere demokratischen Kommunalpolitiker/innen stehen durch die unmittelbare Konfrontation mit den Nazis vor der Herausforderung schleichenden Gewöhnungsprozessen und menschenverachtender Ideologie konsequent entgegen zu treten.
Dies betrifft im Übrigen auch die Präsenz von Nazis bei der Ankunft und Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten, die in der nächsten Zeit vermehrt in unserer Stadt und im Landkreis leben werden.
Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der rassistischen und antidemokratischen Haltung von Neonazis ist in unseren Städten und Gemeinden unausweichlich.

Wir laden alle interessierte Bürger und Bürgerinnen, besonders Kommunalpolitiker/innen zu einer Gesprächsrunde ein.

Dienstag, den 02. Dezember 2014
Beginn 18:00 Uhr
Begegnungsstätte der AWO
Marienstraße 25, Greiz.

[Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.]

Veranstaltung: Willkommen in Greiz – Was können wir dafür tun?

Eine Verstaltung für Menschen, die zusammen für ein offenes, menschliches Zusammenleben in Greiz aktiv werden wollen.  

2. April 2014, 18:00 Uhr, Rathaus, Markt 12, Greiz

Als es im September letzten Jahres einer Handvoll Neonazis gelang, zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern der Stadt rassistische Positionen gegen Flüchtlinge auf die Straße zu tragen, war das Erschrecken bei vielen Aktiven groß.
In den folgenden Wochen gelang es, auf vielfältige Weise deutlich zu machen, dass es in Greiz auch andere Stimmen gibt. An diese positiven Erfahrungen wollen wir anknüpfen und laden deshalb alle engagierten Personen und Gruppen in Greiz und Umgebung zu einem ersten Treffen im neuen Jahr ein, um gemeinsam zu überlegen, wie wir nach der Winterpause wieder gegen Rassismus in der Gesellschaft und für eine weltoffene Gesellschaft aktiv werden können.

Inhalt:
Informationen zur Situation von Flüchtlingen und Unterstützungsmöglichkeiten
Ellen Könneker, Flüchtlingsrat Thüringen e.V. / DGB Bildungswerk Thürinen e.V., EFF-Projekt
Wie nutzen Nazis das Thema?
Nicole Schneider, MOBIT e.V.
Gemeinsame Diskussion und Entwicklung von Perspektiven

Wichtiger Hinweis:
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

 

13.02.2014 – Nazis blockieren in Dresden

Aufruf zu Gedenken und Mahnung!

Aufruf zu Gedenken und Mahnung!

Der DGB Greiz und das Bunte Bündnis Greiz laden am 09.11. herzlich zu einer Mahn- und Gedenkveranstaltung an das als „Reichskristallnacht“ bezeichnete Pogrom 1938 ein. Hierzu sind alle Interessierten herzlich willkommen.
Wir meinen, dass es gerade in der jetzigen Situation in Greiz nötig ist, ein deutliches Zeichen gegen (Neo-)Nazismus, Hass und Angst zu setzen. Wie Sie wissen, mobilisieren Neonazis aus dem Vogtland seit Wochen gegen die in Greiz untergebrachten Flüchtlinge. Dies fügt sich in bundesweit zu beobachtende Naziaktivitäten ein und verfängt vor Ort durchaus.

Am 11.09. findet in Greiz außerdem eine antirassistische Demo zu „Pogrome verhindern bevor sie entstehen“ statt.

Weitere Infos unter: http://agv.blogsport.de/

Veranstaltung in Greiz am 27.09.2013

Interessierte sind herzlich zum Treffen mit den Flüchtlingen eingeladen.

Der NSU in Thüringen

Wie ein neofaschistisches Terrornetzwerk „aus dem Untergrund“ 10 Menschen umbrachte und welche Konsequenzen gezogen werden müss(t)en.

Das als NSU bekannt gewordene faschistische Terrornetzwerk operierte 14 Jahre lang verdeckt im Untergrund, verübte zehn Morde sowie Bombenanschläge und Banküberfälle. Bis die Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt tot aufgefunden, hatten die „Strafverfolgungsbehörden“ keinen der Morde mit rechtem Terror in Verbindung gebracht. Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe wurden über Jahre hinweg unterstützt. Die Rolle der Geheimdienste bleibt dubios. Es ist zu fürchten, dass „die rückhalt- und schonungslose Aufklärung“ der NSU-Morde zur Sprechblase verkommt und die Zivilgesellschaft achselzuckend zurücklässt.

Vorträge von:

Michael Ebenau (1. Bevollmächtigter IG Metall, Jenaer Zeitzeuge)

Steffen Trostorff (Die Linke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im NSU-Untersuchungsausschusses)

Anschließend offene Diskussion

Donnerstag, 19. September 2013, 18.00 Uhr, im Rathaussaal Berga/Elster

Eine Verstaltung des Bunten Bündnisses Greiz und der Stadt Berga.

 

 


	                    
	                

Buntes Bündnis unterstützt Rock für ein buntes Vogtland


Das „Rock für ein buntes Vogtlang“ hat sich als antifaschistisches Event für die ganze Familie zum Feiern, Diskutieren und Entspannen etabliert. Auch in diesem Jahr hatte das Bunte Bündnis Greiz einen  Stand bei dem Festival, den es sich mit dem DGB, ver.di und dem Aktionsbündnis Gera teilte.  Bei schönem Frühlingswetter verbrachten die Aktiven des Bündnisses den Pfingstsonntag an der Göltzschtalbrücke.  Die Resonanz war erfreulich. Viele junge und ältere Menschen nutzten den ganzen Tag über die Gelegenheit, sich zu informieren und gegen Intoleranz einzustehen. Während sie im Laufe des Nachmittags Redeträge hörten, hatten die Besucher_innen die Möglichkeit, zwischen den Ständen zu schlendern, etwa zu essen und zu trinken. Das Buntes Bündnis nutzte außerdem die Gelegenheit zur Vernetzung mit anderen Initativen. Das Feiern beim abendlichen Konzert kam auch nicht zu kurz.

Gera 05./06. Juli 2013 – Feste feiern ohne Nazis

Flyer Feste feiern ohne Nazis

Hier als PDF downloaden

Flyer Feste feiern ohne Nazis

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Heinz Ratz und „The Refugees“ In Concert


Heinz Ratz und „The Refugees“ In Concert
am 06.05 2013 nim Haus Friedensbrücke in Greiz, gegenüber d. Friedensbrücke
Beginn: 19.00 Uhr

Heinz Ratz und seine Musiker unterstützen seit vielen Jahren Flüchtlinge in Deutschland in deren Kampf um Gewährung der Grundrechte und besserer Lebensbedingungen in unserem Land. Gerade hier in Greiz erfahren Flüchtlinge allzu oft Behördenwillkür und Ungerechtigkeit.

Ein weiterer Grund dieses Konzert zu veranstalten ist die 80. Wiederkehr der Bücherverbrennung durch die Nazis. Das Wort von Heinrich Heine, vor 200 Jahren ausgesprochen hat grausame Realität erfahren: Wer Bücher verbrennt, kann auch Menschen verbrennen. Nazis, ob damals oder heute, haben schon immer gerne „gezündelt“ so auch in Greiz vor etwa 10 Jahren, als man die Flüchtlingsunterkunft in Irschwitz versucht hat in Brand zu setzen.

Das Konzert in Greiz möchte beide Anliegen aufgreifen und diesen Anliegen Gehör verschaffen. Begleitet wird Heinz Ratz in diesem Konzert von Musikern, die selbst auch Flüchtlinge sind oder waren.

Mitveranstalter des Konzertes sind der Verein Aufandhalt und die Landeszentrale für politische Bildung, die thüringenweit in vielen Veranstaltungen die Verbrennung der Bücher 1933 thematisiert.

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch unseres Konzertes und heißen alle herzlich willkommen!

Gedenken an die Reichsprogromnacht 1938

Es ist still auf dem Bahnhofsvorplatz in der Greizer Neustadt. Ortsschilder von Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nazis auf der Bahnhofstreppe erinnern an das Grauen des Holocaust. Lichter des Gedenkens stehen auf dem Bürgersteig davor. Mit der Reichspsogromnacht am 9. November 1938 hatte ein Kesseltreiben gegen jüdische Mitbürger begonnen, das die Vorstellungskraft nachfolgender Generationen übersteigt.

Willy Brüßel-Mautner vom Verein „Aufandhalt“, der zu der Gedenkveranstaltung am gestrigen Abend aufgerufen hatte, forderte die knapp 30 Teilnehmer, darunter Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) auf, „aus der Geschichte zu lernen, wozu Menschen fähig sind und sich mit Zivilcourage den heutigen Neonazis entgegen zu stellen.“ Die NSU-Verbrechen zeigten das Ausmaß faschistischen Gedankenguts, das wie eine tickende Zeitbombe sei. „Was 1938 geschehen ist, sollte niemals vergessen werden“, mahnte Brüßel-Mautner. Heike Taubert dankte dem Initiator für dieses „Innehalten im Alltag zum Gedenken“.

Die Aufarbeitung der Verbrechen im NSU-Ausschuss sei wichtig, dennoch dürfe man danach nicht zur Tagesordnung übergehen, mahnte Taubert, die von Überlegungen für eine Gedenkstätte für die Opfer der NSU sprach.

Klaus Gipser aus Greiz war „traurig, dass so wenig Leute gekommen sind“. Er erinnerte an die „Verbannung des Mahnmals gegen Krieg und Faschismus“ aus dem Parkeingang auf den Alten Friedhof, die bei Nacht und Nebel geschehen sei, was ihn ebenfalls traurig stimme.

Mit Lichtern des Gedenkens zog die Gemeinschaft weiter zu den Stolpersteinen für Hans und Hilde Kramer in der Greizer Neustadt. Die jüdische Familie konnte aus ihrem Haus in der Elsterstraße 7 nach Südfrankreich fliehen, wurde allerdings am 3. November 1942 von Nizza nach Auschwitz deportiert. „Als Nachgeborener“, das betonte Christian Wächter (Die Linke) an dieser Stelle, „trage ich die Last der Schuld, weil ich weiß, dass Pogrome wieder passieren können und weil ich nicht will, dass so etwas wieder passiert. Wir sollten diese Schuld in Verantwortung für die Zukunft umwandeln“, meinte er. Für das gemeinsame Gedenken sollte man künftig auch die Stadt mit ins Boot holen, regte Brüßel-Mautner abschließend an.

(Quelle OTZ Greiz)